Der Corona-Knast

Immer mehr Regierungen sperren vermeintlich Infizierte — und vorsichtshalber auch verdächtige Kontaktpersonen — in sogenannte Quarantäne-Camps. von Harald Wiesendanger Foto: sakhorn/Shutterstock.com

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Corona Knast

Weltweit verschärft sich der Hygieneterror. Wer noch immer nicht begreift, auf welche Zukunft die Coronakrise hinausläuft, der sollte nach Neuseeland blicken — einem Land, das bislang als gefestigte Demokratie galt. Der dortigen Regierung genügt es nicht mehr, dass positiv auf SARS-CoV-2 Getestete sich zu Hause selbst isolieren. Weil sie daheim Mitbewohner und Besucher anstecken könnten, werden sie nun zwangsweise außerhalb untergebracht — in sogenannten Quarantäne-Camps . Dazu werden Kongresszentren, Hotels und Stadien umfunktioniert .

Es handle sich um regelrechte Covid-Konzentrationslager, so empören sich entsetzte Kritiker. Gefängnisse auf Zeit sind die „Camps“ auf jeden Fall. Widerspruch ist aussichtslos, kein Anwalt kann helfen. Die Haft dauert mindestens zwei Wochen. Kein ordentliches Gerichtsverfahren geht ihr voraus. Nach vierzehn Tagen endet sie nur bei guter Führung.

Wie der neuseeländische Director General of Health („Generaldirektor für Gesundheit“, Gesundheitsminister) Ashley Bloomfield bei einer Pressekonferenz bekannt gab, gelte die obligatorische Quarantäne sowohl für neu Infizierte als auch für Verdachtsfälle unter engen Familienmitgliedern. Diese Vorgehensweise zeige, „wie ernst wir es meinen, wenn es darum geht, das Risiko einer andauernden Übertragung zu begrenzen. (…) Das wird uns dabei helfen, eine weitere unbeabsichtigte Ausbreitung zu vermeiden“.

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